QanSystem Erfolgsgeschichten

Verhalten in extremen Marktphasen

Obwohl QanSystem in erster Linie entwickelt wurde, um die zugrunde liegenden ganzheitlichen Strukturen des Marktverhaltens zu erfassen, funktioniert es ohne Unterschied genauso gut in extremen Marktphasen. In diesem Abschnitt skizzieren wir anhand von vier Beispielen das Verhalten von QanSystem während bedeutender Marktereignisse in den letzten Jahren, die mit katastrophalen Markteinbrüchen einhergingen.

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Beispiel 1: Lehman-Brothers‘ Zusammenbruch im Oktober 2008
Das Finanz-Unternehmen Lehman Brothers hatte am 15. September 2008 Konkursantrag nach „Chapter 11“ eingereicht. Dies war mit über 600 Milliarden Dollar an Vermögenswerten der größte Konkursantrag der US-Geschichte. Monatelang entbehrten die Finanzmärkte jeglicher Rationalität, mit dem Höhepunkt während der Woche vom 6. bis 10. Oktober, als die Marktteilnehmer einfach nicht mehr wussten, wie sie mit der bizarren Situation fertig werden sollten.

Beispiel 2: Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts im September 2010
Ein weiteres Merkmal von QanSystem ist die Fähigkeit, mit bipolaren Marktsituationen umzugehen, in denen die Marktteilnehmer äußerst gegensätzliche Erwartungshaltungen haben. Um derartige Situationen adäquat zu erfassen, wären bimodale Verteilungen erforderlich, was die meisten, wenn nicht gar alle gängigen Systeme arg ins Straucheln bringen dürfte, nicht jedoch QanSystem.

Zum Beispiel war die Veröffentlichung des US-Arbeitsmarktberichts am 3. September 2010 solch ein Ereignis, als die Märkte im Vorfeld fast zum Stillstand kamen.

Beispiel 3: Fukushima Tsunami im März 2011
Das Erdbeben vor der Pazifikküste von Japan am 11. März 2011 war mit einem Wert von 9,0 auf der Richterskala das stärkste Unterwasser-Beben, das jemals aufgezeichnet wurde und das viertstärkste registrierte Erdbeben überhaupt. Es entfachte mächtige Tsunami-Wellen, die Höhen bis zu 40,5 Metern erreichten und bis zu 10 km landeinwärts schlugen.

Schätzungen zufolge betrugen allein die „versicherten Verluste“ aufgrund des Erdbebens ca. 14,5 bis 34,6 Milliarden US Dollar.

Ereignisse wie dieses haben typischerweise enorme Marktimplikationen. Obwohl diese Ereignisse nicht vorausgesehen werden können, ist es jedoch möglich, potentielle Abstürze der Märkte insofern zu quantifizieren, als dass ihre Wahrscheinlichkeit bestimmt werden kann, wie groß die Abstürze ausfallen und wie schnell sich die Märkte danach erholen.

Beispiel 4: Brexit 2016
Das Brexit-Referendum fand am 23. Juni 2016 statt, um die Briten für oder gegen den Verbleib in der Europäischen Union (EU) entscheiden zu lassen. Mit einer Mehrheit von 51,9% stimmten die Briten für das Ausscheiden aus der EU.

Die Finanzmärkte reagierten unmittelbar nach dem Ergebnis überrascht und sehr negativ. An den weltweiten Aktienmärkten verloren die Anleger am 24. Juni 2016 mehr als 2 Billionen US Dollar. Dies war der bisher schlimmste Tagesverlust in der Geschichte der Aktienmärkte. Am 27. Juni beliefen sich die Verluste sogar auf 3 Billionen US Dollar, der Wert des Pfund Sterling gegen den US Dollar fiel auf ein 31-Jahres-Tief. Die Ratings der britischen und EU Staatsanleihen wurden von Standard & Poor’s gesenkt. Ab dem 29. Juni stiegen die Märkte jedoch plötzlich wieder, und auch der Wert des britischen Pfundes begann sich zu erholen.